Welchen Zweck erfüllt die Abdeckung der Berge in der Schweiz?

Welchen Zweck erfüllt die Abdeckung der Berge in der Schweiz?

Auf den Schweizer Bergen ist heute ein ungewöhnliches Phänomen zu beobachten: Einige Teile der Berge sind nicht nur mit Schnee, sondern auch mit weißen Fleecedecken bedeckt. Und die Fläche der bedeckten Pisten ist riesig – mindestens 100 Tausend Quadratmeter! Eine solche Fläche zu bedecken ist eine sehr teure und arbeitsintensive Angelegenheit. Es dauert mehrere Monate für einen Berg, aber für die Schweizer ist es wichtig.

Warum also werden in der Schweiz die Berge mit Fleece-Decken bedeckt?

Es hat alles mit der globalen Erwärmung zu tun. Die Schweizer sind gezwungen, die Hänge vieler Berge (einschließlich des Titlis in den Alpen) mit Decken zu bedecken, um das Abschmelzen der Gletscher in den Skigebieten und damit die wirtschaftliche Katastrophe der Region zu verzögern.

Welchen Zweck erfüllt die Abdeckung der Berge in der Schweiz?

Die globale Erwärmung wirkt sich auf viele Gletscher in der ganzen Welt aus, aber die Alpen scheinen am stärksten betroffen zu sein. So hat beispielsweise der Titlis aufgrund des Anstiegs der durchschnittlichen Lufttemperatur jedes Jahr fast die Hälfte seines Schnees verloren, und früher schmolz er selbst an den heißesten Sommertagen nicht.

Wenn der Treibhauseffekt auf der Erde weiter zunimmt, so die Wissenschaftler, wird die Schneedecke in den nächsten 50 Jahren von den Schweizer Bergen verschwinden. Bislang gibt es in der Schweiz etwa 1.500 Gletscher, aber 90 % von ihnen werden wahrscheinlich noch in diesem Jahrhundert schmelzen.

Der Berg Titlis ist eine der Hauptattraktionen der Schweiz. Er hat die höchste Hängebrücke Europas und beliebte Skigebiete. Er bringt jährlich bis zu 5,65 Milliarden Dollar ein und trägt damit erheblich zum Staatshaushalt bei. Zusätzlich zu den Umweltproblemen drohen der Schweiz daher auch enorme finanzielle Einbußen.

Welchen Zweck erfüllt die Abdeckung der Berge in der Schweiz?

Warum verwenden sie Decken?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Gletscher zu erhalten. Die Schweizer Regierung hat jedoch den Zeitpunkt verpasst und bereits zugegeben, dass es zu spät war. Sie hätte schon vor Jahren damit beginnen müssen, die Schneedecke zu retten. Jetzt versuchen Wissenschaftler aktiv, Abhilfe zu schaffen und das Abschmelzen der Gletscher zu verlangsamen.

Dazu haben sie die Idee, die am meisten gefährdeten Teile des Berges im Sommer mit weißen Vliesdecken zu bedecken. Auf dem Foto unten können Sie sehen, wie diese ungewöhnliche und zugleich kreative Lösung aussieht.

Welchen Zweck erfüllt die Abdeckung der Berge in der Schweiz?

Das dichte Gewebe dieser Bergdecken reflektiert das heiße Sonnenlicht sehr gut und isoliert die Schneedecke. Dadurch schmilzt der Schnee viel langsamer.

Das sagte ein Mitarbeiter des Skigebiets Gian Darms:

„Wir decken die Gletscher mit Vlies ab, weil es sie vor der Sonneneinstrahlung schützt. Wir haben etwa sechs Wochen gebraucht, um die Berge abzudecken. In dieser Zeit haben wir das synthetische Gewebe auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern ausgebreitet, was der Größe von 14 Fußballfeldern entspricht. Das lichtreflektierende Vlies hält die Gletscher warm und wird dazu beitragen, dass mehr von dem Schnee erhalten bleibt, der im letzten Winter gefallen ist“.

Natürlich ist es unmöglich, das gesamte Eis auf diese Weise zu bedecken, aber diese Methode bringt Ergebnisse. Vielleicht fällt den Wissenschaftlern in Zukunft etwas Besseres ein, aber im Moment ist dies die einzige Möglichkeit, die Gletscher zu schützen.

Darms stimmt dem zu:

„In den letzten Jahren mussten wir die mit Vlies bedeckte Fläche ständig vergrößern, um die Schnee- und Eisreste auf den Berggipfeln zu erhalten“.

Welchen Zweck erfüllt die Abdeckung der Berge in der Schweiz?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele Menschen heute ernsthaft über die globale Erwärmung besorgt sind. Forscher aus verschiedenen Ländern sind zu dem Schluss gekommen, dass das Eis viel schneller schmilzt als früher. Die Welt verliert 31 Prozent mehr Eis und Schnee als noch vor 15 Jahren. So ist die Schmelzrate zwischen 2015 und 2020 um 71 Milliarden Tonnen pro Jahr schneller als in den 2000er und 2005er Jahren.


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